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AGENDA 21 Beirat Weidhausen Bernd Faber, Hallstraße 22, 96279 Weidhausen
Antrag zur Kanalsanierung/Erneuerung Der AGENDA 21 - Beirat Weidhausen bittet darum die nachfolgenden Fragen bis zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 04.11.2002 zu klären und dort zu beantworten. Der AGENDA 21 Beirat Weidhausen plädiert in Hinblick auf die bevorstehende Kanalsanierung/Erneuerung auf eine Lösung, die für Weidhausen in ökologischer und technischer Hinsicht zukunftsträchtig ist. Die Gemeindeverwaltung möge bitte die 11 Jahre alten Planungen diesbezüglich überprüfen lassen und folgende Fragen zu diesen Planungen klären. Ziel: Eine technische Lösung nach modernen Berechnungen, die ökologisch sinnvoll ist und Kosten einspart. Feststellung: Der natürliche Wasserkreislauf (Versickerung des Regenwassers zum Grundwasser) ist die einfachste, sinnvollste und beste Reinigung! Feststellung: Versickerung geht vor Schnellentsorgung des Regenwassers über den Oberflächenwasserkanal! Folge: Entlastung des Kanalsystems und der Kläranlagen!
Feststellung: Trennsystem geht vor Mischsystem! Bestehende Trennsysteme dürfen nicht durch ein Mischsystem ersetzt werden. Dies wäre ein Rückschritt in die Vergangenheit und nachfolgenden Generationen gegenüber nicht zu verantworten! Frage 1 Werden bestehende Trennsysteme durch ein Mischsystem ersetzt? Frage 2 Können die vorhandenen Kanalrohre saniert und wiederverwendet werden (vielleicht in anderer Eigenschaft), oder werden sie generell durch neue ersetzt? Frage 3 Nach welchen Verfahren wurden die Berechnungen für die Planung erstellt? Freispiegelungsmethode oder hydrodynamisches Berechnungsverfahren? Frage 4 Gibt es einen Kanalplan für Weidhausen? Vor ca. 15 Jahren hat man die Fehleinleitungen in Weidhausen über Dampf feststellen lassen. (Man hat sich sicher etwas dabei gedacht!) Frage: 5 Warum wurden diese Fehleinleitungen bis heute nicht behoben? Laut Aussage von Herrn Ing. Koenig vom Ing. Büro Koenig und Kühnel reicht selbst beim neuen Kanal die Kapazität bei starken Wolkenbrüchen nicht aus um das Wasser der Kläranlage zur Reinigung zuzuführen: Folge: Ungereinigtes Mischwasser (wenn auch in verdünnter Form) wird per Notüberlauf ungeklärt in den Biberbach geleitet. Dies ist ökologisch nicht vertretbar! Frage 6 Ist dies rechtlich zulässig? Frage 7 Gibt es die gleiche Problematik auch im Bereich Sportplatzstraße/Sonnefelder Straße? Unter der Mühlgasse werden nach Aussage von Herrn Ing. König Rohre auf einer Länge von ca. 200 m mit einem Durchmesser von 180 cm verlegt, die per Betonfundament fixiert werden müssen, damit der Hang nicht abrutscht. Die Bäume (meist Robinien und Weiden) am Straßenrand sind stark gefährdet! Obwohl der Biberbach nur etwa 3 Meter dazu parallel verläuft wird das Regenwasser über die Rohre abgeleitet! Frage 8 Wäre es nicht sinnvoller das Regenwasser gleich in den Biberbach zu leiten? Frage 9 Ist es nicht überhaupt sinnvoller das Oberflächenwasser frühzeitig in die Bäche (Dorfbach, Graitlitzbach, Biberbach) zu führen, als in das Kanalsystem einzuleiten? Frage 10 Wurde eine alternative Planung erstellt bzw. die 11 Jahre alte von einem Sachverständigen bezüglich o.g. Fragen und Kosteneinspaarung geprüft? Wir wären Ihnen dankbar wenn Sie uns unsere Fragen beantworten würden. Mit freundlichen Grüßen AGENDA 21 Beirat Weidhausen |