| Kleine Dorfgeschichte Die
Gemeinde Weidhausen b. Coburg liegt im Mittelpunkt zwischen den Kreisstädten Coburg,
Lichtenfels und Kronach und besteht aus den Ortschaften Weidhausen, Neuensorg und
Trübenbach.
In der Frühgeschichte dürfte eine alte Straße aus dem Obermaingebiet in Richtung
Thüringer Wald hier vorbeigeführt haben. Erste urkundliche Erwähnung liegt vor für
Neuensorg im Jahre 1195, Trübenbach 1289 und Weidhausen 1225. Die Ortsgeschichte
Weidhausens ist verbunden mit einem Herrensitz, auf dem die Buchners aus Coburg, sodann
die von Erffa, die von Ermreuth u. a. saßen, bis er 1861 zerschlagen wurde. Zeugnis für
diese Epoche geben die beiden Grabsteine in der Kirche zu Weidhausen aus dem Jahre 1661
(Katharina von Wirsberg) und 1693 (Kammerrätin Amalie Veronika von Erffa).
Der Ortsname Weidhausen dürfte aus "Haus auf der Weide" abgeleitet sein.
1792 findet sich in den Urkunden, dass Weidhausen und Trübenbach als Zollstätten
bestanden haben. Weidhausen zählte damals 300 Seelen. Die Neuzeit kehrte in Weidhausen im
Jahre 1901 mit dem Bau der Eisenbahnlinie Ebersdorf-Weidhausen ein. Leider wurde die
Nebenstrecke im Jahre 1975 für den Personenverkehr und 1988 für den Güterverkehr
stillgelegt.
Weidhausen und Trübenbach waren bis 1920 Orte des Herzogtums Coburg und kamen durch
die Volksabstimmung 1920 nach der Auflösung des Herzogtums zu Bayern. Neuensorg hingegen
kam 1978 durch die Gebietsreform aus dem Landkreis Lichtenfels zu Weidhausen. Der erste
wirtschaftliche Aufschwung kam Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Korbmacherei. 1857
waren 100 Korbmacher in Weidhausen tätig. Vor dem 2. Weltkrieg stellten die
ortsansässigen Korbflechter ihre Fabrikation um und produzierten die ersten
Polstermöbel. Nach 1945 erfolgte die totale Umstellung von der Korbmacherei auf
Polstermöbelherstellung. Bis heute hat sich Weidhausen zu einem führenden Ort der
Polstermöbelindustrie entwickelt und ist auf Grund dessen weit über die Grenzen
Deutschlands hinaus bekannt.
Im Freizeitbereich bieten sich für Bürger und Besucher zahlreiche Möglichkeiten. Die
Vereine prägen das kulturelle Leben und geben mit den Sportanlagen für Leichtathleten,
Tennisplätzen, Schießsportanlagen und Sportplätzen allen Gelegenheit, sich sportlich zu
betätigen. Das gesamte Gemeindegebiet und auch die Umgebung bieten sich für Wanderungen
und Besichtigungen an.
In kurzer Zeit können die Sehenswürdigkeiten des Obermaintals, des Thüringer Waldes,
des Frankenwaldes und des Frankenjuras erreicht werden. |