Bürgermeister informiert – KW 40
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
auch in dieser Woche möchte ich Sie wieder über aktuelle Entwicklungen in unserer Gemeinde informieren. Dabei geht es diesmal um etwas, das mir besonders wichtig ist: miteinander ins Gespräch kommen, Ideen einbringen und gemeinsam etwas daraus machen. In diesem Zusammenhang:
„Zwei Jugendliche, eine gute Idee – und jetzt fehlt uns die geeignete Fläche“
Vor Kurzem haben mich zwei Jugendliche im Rathaus besucht. Sie hatten einen Termin vereinbart und kamen mit einem ganz konkreten Wunsch: einer „Fahrrad-/BMX-Strecke“ in unserer Gemeinde. Ihr Vorstellungen hatten sie sauber und bemaßt auf einem A3 – Plan aufgezeichnet.
Die Idee gefällt mir. Eine einfache Strecke mit Erdhügeln, Kurven und kleineren Hindernissen könnte möglicherweise mit überschaubarem Aufwand und Unterstützung unseres Bauhofs umgesetzt werden.
Ein Problem haben wir allerdings: Uns fehlt momentan die passende Fläche.
Deshalb möchte ich die Frage einfach einmal in unsere Gemeinde geben:
Gibt es jemanden, der über eine geeignete Fläche verfügt und sich grundsätzlich vorstellen könnte, diese für ein solches Projekt zur Verfügung zu stellen?
Dabei geht es zunächst völlig unverbindlich darum, mögliche Standorte zu finden. Anschließend müssten wir natürlich prüfen, ob eine Fläche tatsächlich geeignet ist und unter welchen Voraussetzungen eine Umsetzung möglich wäre.
Wer eine Idee hat oder eine Fläche kennt, darf sich gerne bei mir oder im Rathaus melden.
Besonders gefreut hat mich übrigens, dass die Jugendlichen selbst mit ihrer Idee zu mir gekommen sind. Genau das wünsche ich mir: Nicht nur über junge Menschen reden, sondern mit ihnen – und ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Ideen für unsere Gemeinde einzubringen.
Kinder und Jugendliche sollen künftig noch stärker mitreden
Diesen Gedanken möchten wir weiterverfolgen. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen – und das kann man nicht früh genug lernen. Gerade diejenigen, die am längsten mit den Entscheidungen von heute leben werden, sollen deshalb auch die Möglichkeit bekommen, ihre Sicht auf unsere Gemeinde einzubringen.
Deshalb möchte ich künftig einmal jährlich eine Kinder-Bürgerversammlung für Kinder von 6 bis 10 Jahren und eine Jugend-Bürgerversammlung ab 12 Jahren anbieten. Wer 11 Jahre alt ist, soll selbst entscheiden können, welches der beiden Formate besser passt.
Mir ist dabei eines besonders wichtig: Es soll keine Veranstaltung werden, bei der wir Kindern und Jugendlichen das Gefühl geben, sie dürften mitreden, am Ende aber ohnehin nichts passiert. Beteiligung muss ernst gemeint sein!
Der Ablauf soll deshalb ganz einfach sein:
Zuhören → Ideen sammeln → prüfen und, wenn möglich, handeln → transparent rückmelden → wieder zuhören
Nicht jeder Wunsch wird umsetzbar sein. Auch das gehört zu Demokratie dazu. Aber dann sollen Kinder und Jugendliche erfahren, warum etwas nicht funktioniert. Und dort, wo etwas möglich ist, wollen wir versuchen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Die Idee mit der Fahrradstrecke zeigt eigentlich schon heute, wie das funktionieren kann: Zwei Jugendliche haben eine Idee, kommen damit ins Rathaus – und wir schauen gemeinsam, was daraus werden kann.
Sobald Termin und Konzept für die beiden Bürgerversammlungen stehen, lade ich offiziell ein und hoffe auf große Beteiligung unserer Kinder und Jugendlichen.
Neu: „Bürgeranfrage der Woche“
Mit dieser Ausgabe möchte ich außerdem eine kleine neue Rubrik beginnen: die „Bürgeranfrage der Woche“.
Immer wieder erreichen mich Fragen, Hinweise und Anregungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Oft sind es vermeintlich kleine Dinge – aber Fragen, die sich möglicherweise auch andere Bürgerinnen und Bürger stellen. Deshalb möchte ich künftig regelmäßig eine davon aufgreifen und die Antwort der Gemeinde kurz, verständlich und transparent darstellen.
Ein Verkehrsspiegel am Friedhof?
Den Anfang macht eine Anfrage zur Ausfahrt am Weidhäuser Friedhof in Richtung Sonnefelder Straße. Dort wurde der Wunsch nach einem Verkehrsspiegel geäußert, um die Sicht beim Ausfahren zu verbessern.
Die Situation wurde bereits in der Vergangenheit geprüft. Dabei wurde von den beteiligten Fachstellen von einem Verkehrsspiegel abgeraten. Solche Spiegel können zwar auf den ersten Blick zusätzliche Sicherheit vermitteln, bringen aber auch Nachteile mit sich und können unter anderem Entfernungen und Geschwindigkeiten verzerrt darstellen. Dadurch kann sogar zusätzliche Unsicherheit entstehen.
Aus diesem Grund soll an dieser Stelle auf Anraten der Fachbehörden auf einen Verkehrsspiegel verzichtet werden.
Haben auch Sie eine Frage, von der Sie glauben, dass sie vielleicht noch andere Bürgerinnen und Bürger beschäftigt? Dann schreiben Sie mir gerne. Vielleicht wird daraus eine der nächsten „Bürgeranfragen der Woche“.
Kerwa – Zeit für Gemeinschaft
Von 8. bis 12. Oktober 2026 findet unsere diesjährige Weidhäuser Kerwa statt. Über diese Tage ist in Weidhausen wieder einiges geboten.
Unsere Kerwa gehört zu den Traditionen, die unser Gemeindeleben ausmachen. Sie ist vor allem eines: eine Gelegenheit, zusammenzukommen, Bekannte zu treffen und gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen – und „was Gut’s zum Essen“ gibt’s Dank unserer Gastronomen auch!
Mein Dank gilt schon jetzt allen, die mit viel Zeit und ehrenamtlichem Engagement dazu beitragen, dass diese Tradition bei uns lebendig bleibt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher in unseren Wirtshäusern, auf dem Rathausvorplatz und bei den weiteren Veranstaltungen.
Herzlich willkommen in Weidhausen!
Auch unseren Neubürgerempfang möchte ich in dieser Woche noch einmal besonders in den Blick rücken.
Wer neu nach Weidhausen, Neuensorg oder Trübenbach zieht, bekommt mit der neuen Adresse schließlich nicht nur einen neuen Wohnort. Idealerweise wird daraus mit der Zeit ein Stück Heimat.
Beim Neubürgerempfang möchten wir deshalb Gelegenheit geben, unsere Gemeinde ein wenig näher kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen.
Der Empfang findet am 22. Oktober 2026 um 18 Uhr im Rathaus statt.
Besonders freut mich, dass viele unserer Unternehmer und Vereine sich bereit erklärt haben, den Neubürgerinnen und Neubürgern eine Kleinigkeit bereitzustellen, um ihnen den Start in unserer Gemeinde zu verschönern. Dafür schon jetzt ein herzliches Dankeschön!
Unternehmerstammtisch
Auch mit unseren örtlichen Unternehmerinnen und Unternehmern möchte ich den direkten Austausch weiter stärken. Deshalb findet am 14. Oktober unser Unternehmerstammtisch statt. Dabei soll bewusst nicht ein langer Vortrag der Gemeinde im Mittelpunkt stehen. Vielmehr möchte ich hören: Was läuft gut? Wo gibt es Schwierigkeiten? Und wo können vielleicht sogar neue Kontakte und gemeinsame Ideen entstehen?
Ich freue mich auf einen offenen Austausch und viele gute Ideen für unsere Gemeinde.
Zum Schluss
Die Themen dieser Woche haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun – eine Fahrradstrecke, Kinder- und Jugendbeteiligung, eine Bürgeranfrage, Kerwa, Neubürger und unsere Unternehmen.
Für mich steckt dahinter aber derselbe Gedanke:
Unsere Gemeinde lebt davon, dass Menschen sich einbringen.
Manchmal mit einer großen Idee, manchmal mit einer kritischen Frage und manchmal einfach dadurch, dass man am Kerwa-Wochenende Freunde und Bekannte bei einer der Veranstaltungen trifft.
Und genau diese Möglichkeiten zum Austausch möchte ich weiter ausbauen.
Ihr
Maximilian Fischer
Erster Bürgermeister